Eulenspiegelfestspiele 2006
Woher der Wind weht
Es gibt eine Insel, die auf keiner Seekarte verzeichnet ist. Von ihrer Existenz wissen nur ihre Bewohner selbst. Sie bilden eine fröhliche Gemeinschaft unterschiedlichster Persönlichkeiten, von denen einem die eine oder andere manchmal seltsam vorkommt. Auf der Insel ist es üblich, dass jeden Abend eine Geschichte erfunden und auf einer kleinen Bühne gespielt wird. Gefällt die Geschichte dem launischen Inselherrscher, wird sie auf Blätter geschrieben und in den Abendwind geworfen. Der trägt die Geschichte dann zu den Menschen, bei denen sie Gutes bewirkt. Die Geschichten verändern die Menschen. Oder ist es nur eine idealistische Vorstellung der Insulaner? Die friedliche Welt gerät aus dem Gleichgewicht, als der Herzog von Blauenburg und sein Gefolge durch ein Schiffsunglück auf der Insel stranden. Der griesgrämige Herzog will das Beste aus seiner ausweglosen Lage machen und beschließt deshalb, die Insulaner für sich arbeite zu lassen und das theater zu verbieten. Einzig eine letzte Vorstellung mit einer ganz besonderen Geschichte könnte das noch verhindern. Während die Bewohner der Insel nun alles unternehmen, un diese Chance zu nutzen, versuchen Till Eulenspiegel, der sich als blinder Passagier auf dem Schiff des Herzogs befand, und Gloria, die als Fremde auf der Insel lebt und das Geheimnis ihrer Herkunft erfahren möchte, das drohende Schiksal abzuwenden. Die Insel gerät in einen Strudel unvorhergesehener Ereignisse, und aus verwirrenden Verwechslungsspielen entstehen Situationen, die alte Geschichten aufdecken - und die können Menschen verändern.
Autor: Jürgen Oliver Nees Regie: Mathias Schönsee |